BCT-Touristik

Korea4Youth

Extended Trip 21 Tage

Highlights dieser Korea Jugendreise

Ein Blick auf Korea mit unserer Jugendreise.
  • Metropole Seoul
  • Ferieninsel Jeju
  • Lavahöhle
  • U-Bootfahrt
  • K-Popkonzert oder Kampfsportmusical
  • Gyeongju mit dem Rad

1. Tag: Abflug von Frankfurt

Welcome to Korea

Auf geht's nach Korea! Die Koffer rollen über den Boden des Terminals am Frankfurter Flughafen. Ach, da ist auch schon Reiseleiter-nim. Er beantwortet schon die ersten Fragen zum Thema Essen in Korea und schwärmt gerade von Bulgogi und Kimchi. Da bekommt man direkt Hunger! Elf Stunden Flug sind es bis ins „Land der Morgenstille“, dann kann uns Reiseleiter-nim bestimmt sagen, wo man so etwas Leckeres bekommt. Vielleicht gibt es ja im Flugzeug schon etwas davon.

2. Tag: Erste Eindrücke

koreanische Mandu

Herzlich willkommen am Seoul Incheon International Airport. Ach wir sind schon da? Toll! Am Flughafen begrüßt Reiseleiter-nim unseren Busfahrer und schon wenige Minuten später sitzen wir im Bus und fahren zwischen den abendlich beleuchteten Hochhäusern Seouls hindurch in die Stadt. Schon wieder Abend? Ach ja, die Zeitzonen! Aber Seoul sieht am Abend echt beeindruckend aus. Eine kurze Pause im Hotel, dann treffen wir Reiseleiter-nim auch schon in der Lobby. Felix hat den Weg zum nächsten Convenience Store bereits gefunden und futtert schon fleißig kleine Schokocremekuchen. Trotzdem machen wir uns auf den Weg zum berühmten Einkaufsviertel Myeongdong, denn da ruft das Abendessen. Bulgogi, Kimchi, wir sind alle schon gespannt, was Reiseleiter-nim heute empfiehlt.

3. Tag: Der Gyeongbokgung – Seouls größter Palast

Am Gyeongbokgung

Also das war doch mal ein Festmahl gestern Abend. Das Kimchi war ein wenig scharf, aber echt lecker! Wir sind heute alle schon recht früh auf den Beinen, denn die innere Uhr tickt immer noch in einer anderen Zeitzone. So hat man aber auf jeden Fall etwas vom Tag und schließlich gibt es viel zu entdecken.

Felix versucht unterwegs die Hinweisschilder an den Bahnstationen zu lesen. Wie ihm Reiseleiter-nim versichert, macht er das schon ganz gut und auch ein paar koreanische Passanten hören ihm mit lobendem Blick zu.
Schließlich erreichen wir den Gyeongbokgung, Seouls größten und prachtvollsten Palast. Er wurde 1395 während der Joseon-Dynastie erbaut und diente bis zum Jahr 1592 als Residenz des Königs. Erst ab 1868 wurde er wieder als Palast des Königs eingerichtet und gibt uns einen Einblick, wie die Könige der Joseon-Dynastie lebten. Bis zur Wachablösungszeremonie der königlichen Garde hat es ein wenig gedauert, aber das war es doch wert. Ein wirklich beeindruckendes, buntes Spektakel. Diese Gebäude im Hintergrund sind der Wahnsinn. Das man so etwas früher per Hand geschnitzt hat… wunderschön, aber so groß dass man sich verlaufen könnte. Hat jemand Felix gesehen?

K-Pop-Tanzkurs

Na, zum Glück hat der Palast Mauern und Felix ist schnell gefunden.
Wir wollen heute auch noch die moderne Seite von Seoul erleben. Das sollten nicht nur die K-Pop-Fans gesehen und gemacht haben. Wir werden in einer Tanzschule unter professioneller Anleitung die Choreographie eines K-Pop-Tanzes lernen. Ja Felix, auf geht's! Da rächen sich die Schokocremekuchen von gestern Abend bei jeder Bewegung. Am Ende beherrschen wir die Moves von Psy, Big Bang, SNSD oder anderen K-Pop-Stars! Felix ist zwar etwas geschafft, aber das sieht schon echt super aus.

Banpo Regenbogen Fontäne und Floating Island

Auch ein bisschen Romantik muss mal sein, das sieht zumindest Nicole so. Auf jeden Fall spricht nichts gegen einen entspannten Abend im Lichterglanz der Metropole Seoul.
Heute Abend gehen wir gemütlich chillen an der Banpo-Brücke. Felix und Nicole fotografieren sich gegenseitig mit der Wassershow und den coolen Leuchteffekten im Hintergrund, während der Rest der Gruppe die Lichtershow mit Musik an der längsten Brückenfontäne der Welt genießt.

Danach spazieren wir rüber nach Floating Island, eine künstliche Insel, die ganz in der Nähe der Banpo-Brücke auf der Wasseroberfläche des Han-Flusses schwimmt. Bei Nacht wird sie mit LEDs hell erleuchtet und stellt eine fantastische Aussicht unter dem Thema „glänzendes Licht im Nebel“ dar. Das war ein herrlicher Ausklang zum Abend. Dann mal auf zum Abendessen bevor wir uns wieder auf den Weg zum Hotel machen

4. Tag: Lotte World Freizeitpark

Lotte World

Felix hat es heute wirklich eilig. Gestern war er beim Frühstück nicht so schnell. Vielleicht hat das aber auch mit unserem heutigen Programm zu tun denn heute geht's in den Lotte World Freizeitpark. Lotte…, das steht auch auf Felix' geliebten Schokocremekuchen, die er überall hin mitnimmt.
Lotte World wurde von der gleichen Firmenkette eröffnet und ist der größte überdachte Indoor-Freizeitpark der Welt. Der Indoor-Bereich trägt den klangvollen Namen Adventure, doch auch ein Außenbereich mit dem Namen Magic Island wartet hier auf Jung und Alt. Beide Bereiche bieten Fahrspaß ohne Ende von der Loopingbahn bis zur Ballonfahrt! Und der Park begeistert nicht nur durch seine Fahrgeschäfte, es gibt auch Paraden, Laser Shows und Performances.

Lotte World Star Avenue

K-Pop Stars

Die K-Pop-Fans unter uns, haben im Anschluss nur noch ein Ziel hier in der Lotte World. Der echte Fan verliert hier keine Sekunde, wenn es zur Lotte World Star Avenue geht. Dort werden die Besitztümer von Hallyu-Stars wie Big Bang, JYJ, 2PM, Choi Ji Woo und Kim Hyun Joong ausgestellt. Neben dem interaktiven Entertainment kann man hier auch einmal selbst in die Rolle des Stars schlüpfen. Felix macht direkt mit beim Star Quiz und erhält ein Zertifikat über seine unbegrenzten Kenntnisse seiner Lieblingsstars. Nicole lässt sich noch von Felix im Hanbok (traditionelle koreanische Kleidung) fotografieren. Da könnte man fast denken, sie hätte schon immer in diesem Drama mitgewirkt. Nicole würde den Hanbok am liebsten mit nach Hause nehmen, deshalb fragt sie unseren Reiseleiter-nim, wann wir wohl das nächste Einkaufsviertel besuchen werden.

5. Tag: Reise an die Grenze oder in eine vergangene Zeit? Oder doch lieber Freizeit?

Das Namdaemun

Wir haben gut gefrühstückt und sind alle noch ein bisschen im Starfieber als wir uns mit Reiseleiter-nim in der Hotellobby treffen. Heute dürfen wir mal entscheiden wohin es geht. Wir haben die Wahl zwischen der Hwaseong-Festung in Suwon oder einem Tag Freizeit in Seoul. „Festung… Seoul…?“, schauen wir fragend zu Reiseleiter-nim hinüber, der uns alles erklärt:

Hwaseong Festung und Wanderung

Eine Wahlmöglichkeit für uns ist ein Ausflug in das nahe gelegene Suwon. Dort steht die berühmte Hwaseong Festung, die während der Herrschaft von König Jeongjo (1752-1800) aus Stein und gebrannten Ziegeln erbaut wurde. Sie ist für ihre Epoche ein einmaliges Bauwerk und wurde 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Anschließend werden wir noch ein bisschen durch die Festungsanlage wandern.

Einmal eigener Herr sein

Wer heute einmal keine Lust hat, am Programm teilzunehmen, dem steht es frei, sich selbst in Seoul umzuschauen oder shoppen zu gehen.

Dongdaemun – Shopping bis in die Nacht

Am Abend treffen wir uns wieder in der Hotellobby.
Wir haben nach den Ausflügen noch ein bisschen Power für den Abend und fahren nach Dongdaemun. Dongdaemun, benannt nach dem alten östlichen Stadttor, ist Seouls größtes Einkaufsviertel und ein Muss für alle Shoppingfans. Das Viertel mit seinen vielen Kaufhäusern, kleinen Läden und Essensständen lädt zum Powershopping ein. Felix ist schon wieder mit der Übersetzung der Restaurantnamen beschäftigt, während Nicole ein Schaufenster mit einem Hanbok erspäht hat. „Ich komm gleich nach“, ruft sie uns zu, während Reiseleiter-nim mit uns zum Abendessen schreitet.

6. Tag: Der Jongmyo-Ahnenschrein

Alte koreanische und chinesische Schriften

Mit der Wohnsituation der koreanischen Königsfamilie hatte uns Reiseleiter-nim bereits im Gyeongbokgung in Staunen versetzt. Aber wie verehrt man einen solchen Herrscher in Korea nach dem Tod? Zur Aufbewahrung sterblicher Überreste von koreanischen Königen und Königinnen gibt es hier zulande Ahnenschreine. Auch heute noch werden die Rituale zur Ahnenverehrung z.B. im Jongmyo-Ahnenschrein nach uralten Traditionen vollzogen. Die prachtvolle Anlage und das traditionelle „Jongmyo-Ritual“ mit Musikern und Tänzern wurde daher zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

Studentenviertel mit Künstlermarkt

Koreanische Masken

Für uns gibt es heute auch wieder etwas Interaktives im Hongdae-Studentenviertel. Die Gegend um die Hongik Universität ist berühmt für ihre jugendliche und dynamische Atmosphäre, seine Kunstszene und seine Underground-Kultur. Die Mischung aus Live-Cafés, Clubs, Accessoire-Läden, Galerien, Kunstmärkten und Restaurants macht dieses Szeneviertel zu einem beliebten Treffpunkt junger Leute. Oft finden auch eine Reihe von Open-Air-Konzerten und Events statt, die sehenswert sind. Auf dem Künstlermarkt kann man Porträts und Karikaturen von sich zeichnen lassen, sich Kunsthandwerksarbeiten anschauen, Indipop-Musik hören und auch kaufen. An Pantomime und anderen Vorführungen, sowie den Kunst-Workshops kann man auch selbst teilnehmen.

Coffee Prince Café

Die Koreaner lieben ihre Dramen, die nahezu alle Lebensbereiche behandeln und deren Handlungsorte man auch hier in Seoul wiederfindet. In Hongdae befindet sich z. B. das Original-Café aus dem koreanischen Drama Coffee Prince. Wir schauen das Filmset an. Wer möchte, kann das auch bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen tun. Da erlebt man hautnah ein Stück von Coffe Prince.

Die Ballerina, die sich in einen B-Boy verliebt

Am Abend schauen wir uns das non-verbale Musical „Die Ballerina, die sich in einen B-Boy verliebt“ an. Das B-boying oder einfach Breakdance ist mit den amerikanischen Soldaten während des Krieges nach Korea gekommen. Die Geschichte des Musicals, mit dem World B-Boy Champion „Extreme Crew“, enthält eine dynamische Mischung aus Tanzgenres wie Break Dance, Jazz, Pop und Ballet. Nehmt die Kameras mit und ladet die Akkus, denn Fotografieren und Filmen ist während der Show erlaubt!

7. Tag: Vom Kimchi-Workshop zum Schlamm-Catchen

Boryeong Schlammfestival

Nachdem uns Reiseleiter-nim alle im Bus hat, brechen wir auf in Richtung Boryeong. Auf dem Weg machen wir Halt in einer Kimchi-Fabrik in Suwon. Kimchi ist dieser leckere, scharf eingelegte Chinakohl, da kann man sicherlich auch mal kosten. Dort erfahren wir bei einer Besichtigung mehr über die Herrstellung der Kultbeilage aus Korea und haben daraufhin sogar noch die Möglichkeit, unser eigenes Kimchi herzustellen! Der ein oder andere kann das natürlich dann auch gern zu Hause noch einmal ausprobieren.

Schlammfestival in Boryeong

In Boryeong an der Westküste angekommen, kann man gewissermaßen mal die „die Sau rauslassen“ denn wir werden das Schlammfestival besuchen.
Wer möchte, kann sich hier selbstverständlich auch gern aktiv zeigen und am Schlamm-Catchen, Schlamm-Rutschen oder – wie Felix – am Schlamm-Militärtraining teilnehmen. Außerdem gibt es eine riesige Schlammwanne, ein Schlamm-Gefängnis und viele weitere Programme, die man sich rund um den Schlamm nicht entgehen lassen sollte! Und der ganze Spaß ist sogar noch gut für die Haut! Da ist Nicole natürlich nicht mehr zu bremsen.

8. Tag: Nampodong Straße – Stätte des Busan International Film Festivals

Nach der Fahrt nach Busan, der zweitgrößten Stadt Südkoreas machen wir uns auf zur Nampodong Straße. Angelehnt an den Walk of Fame in Los Angeles, gibt es dort anstelle der Sterne die Handabdrücke der Gewinner des Busan International Film Festivals zu sehen.

Jagalchi-Fischmarkt und Lotte Aussichtsturm

Busans Fischmarkt ist berühmt. Ein Markt voller Leben und Energie, auf dem die Verkäufer laut ihre frischen Fische präsentieren und Arbeiter ihre Waren wie die Weltmeister durch schmale Gassen balancieren.

Ganz in der Nähe werden wir vom Lotte Town Hotel aus eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt und das Meer haben. Aber für uns steht nach dem gestrigen Schlamm-Spektakel noch etwas ganz anderes auf dem Plan…

Chillen am Haeundae-Strand

Am Haeundae Beach

Felix ist der Erste, der Strand erreicht. Kein Wunder, denn nach seinem Militärtraining im Schlamm braucht er Entspannung. Der Strand von Haeundae ist ein beliebter Treffpunkt im Sommer, sowohl für Koreaner als auch für Ausländer. Nachdem wir Koreas Strand- und Küstenleben genossen haben, fahren wir am Abend nach Gyeongju, wo das Abenteuer ruft.

9. Tag: Bulguksa-Tempel

Die alte Hauptstadt des Silla-Reiches Gyeongju beherbergt das wichtigste Weltkulturerbe Südkoreas. Dort fahren wir zum Berg Toham, wo sich die Seokguram-Grotte befindet, die über ein natürliches System zur Regulierung der Feuchtigkeit und der Durchlüftung verfügt. Sie befindet sich auf dem Areal des Bulguksa-Tempels, der zu den bekanntesten koreanischen Tempeln zählt. Alle Steinbrücken, Treppen und Pagoden des Bulguksa-Tempels sind Originale aus der Silla-Epoche und dies macht den Bulguksa-Tempel so einzigartig. Auf dem Gelände des Tempels befinden sich die Dabotab- und die Seokgatap-Pagode, die blaue und weiße Wolkenbrücke, die Lotosbrücke und die Sieben-Schätze-Brücke.

Durch die Geschichte radeln

Sejong der Große

Die übrigen Sehenswürdigkeiten von Gyeongju liegen alle nah bei einander, sodass wir die Gelegenheit nutzen und sie mit dem Fahrrad besichtigen werden. Zuerst geht's zum Grab von General Kim Yu Shin, der in der koreanischen Geschichte eine wichtige Rolle einnimmt, da er mit seinem Sieg über das Paekche-Reich und das Goguryeo-Reich die koreanische Halbinsel unter der Silla-Dynastie vereinte.

Dann machen wir uns auf den Weg zum Tumuli-Grabpark mit seinen 23 riesigen Königsgräbern. Bis heute ist nicht genau geklärt, wessen Gräber sich hier befinden, doch es sind Adelsgräber aus dem Silla-Reich. Gegenüber dem Grabpark befindet sich die älteste Sternwarte Asiens und nach nur wenigen Minuten auf dem Fahrrad erreichen wir den Anapji-Teich. Er hat einen besonderen Ruf für seine Schönheit bei Nacht, bei jungen Generationen ist er ein beliebter Ort für romantische Dates.

Die letzte Station ist das Schatzhaus der Silla-Dynastie, das Gyeongju Nationalmuseum. Mit 100000 Ausstellungstücken, von denen etwa 3000 Stück immer zur Schau stehen, ist das Museum ein Muss für jeden Fan der koreanischen Geschichte. Auch die legendäre bronzene Emile-Glocke von König Seongdeok dem Großen befindet sich hier. Sie ist mit einer Höhe von 3,5 m und 19 Tonnen an Bronze eine der größten und klangschönsten Glocken Asiens.

10. Tag: Andong, eine Stadt mit konfuzianischer Tradition

Resort Samcheonggak

Ich hatte mich schoin die ganze Zeit gefragt warum mir Felix beim Frühstück zum Empfang Konfuzius zitierte. Kam der nicht aus China? „Ja, schon“, sagt Reiseleiter-nim, aber die koreanischen Könige und Gelehrten haben seine Lehren übernommen und bauten ihr Land darauf auf. Felix sollte auch Gelehrter am Königshof werden; Zitieren kann er schon ganz gut. Nach dem Frühstück fahren wir zur konfuzianischen Akademie Dosanseowon in Andong. Durch die straffe Modernisierung nach dem Korea-Krieg ist Andong eine der letzten alten Städte mit konfuzianischer Tradition in Korea. Die konfuzianische Akademie wurde im 16. Jh. von dem Gelehrten Toegye Yi Hwang gegründet. Er lehrte seine Schüler und führte auch die Staatsprüfungen durch. Die Gelehrten hatten hier einen idealen Platz zum denken und philosophieren, denn der Ausblick von der Akademie auf den Nakdong-Fluss ist einfach atemberaubend.

Das Hahoe-Dorf – eine Familiengeschichte

Nicht jeder in Korea hat heute noch vor, ein gelehriger Konfuzianer zu werden, von Felix mal abgesehen. Daher ist Andongs beliebteste Sehenswürdigkeit das Hahoe-Dorf, das seit Jahrzehnten von der Familie Ryu bewohnt wird. Der Vorfahr der Familie Ryu, Ryu Seong-Ryong war Schüler des Gelehrten Toegye Yi Hwang und rettete sein Land während des Imjin-Krieges gegen die Japaner 1592–1598 durch seine ausgeprägte Führungskraft und Intelligenz. Im Hahoe-Dorf gibt es keine modernen Häuser sondern ausschließlich Häuser mit Stroh- oder Ziegeldächern. Der Ort wurde von der Regierung unter Denkmalschutz gestellt und die Maskentanz Performance, die wir uns heute hier ansehen, wurde das erste Mal Mitte des 12. Jh. hier aufgeführt und zu einem der immateriellen Kulturschätze erklärt. Unser konfuzianischer Meister Felix nickt bereits auf der abendlichen Fahrt nach Sokcho im Bus ein, und zitiert im Traum vor sich hin.

11. Tag: Seoraksan Nationalpark

Seoraksan Nationalpark

Nach einer erholsamen Nacht und einem entspannten Frühstück starten wir heute wieder raus in die Natur. Wir wandern zusammen zum Seoraksan-Nationalpark, in dem eines der malerischsten koreanischen Gebirge liegt. Der Park umfasst eine Fläche von 354 km² und ist für seine Frühjahrsblüte und die Laubfärbung im Herbst berühmt. Eine 1.100 m lange Seilbahn verkehrt zwischen Station in Seorak-dong und der Bergfestung Gwongeumseong aus der Zeit der Silla-Dynastie. Nach einer Besichtigung wandern wir etwa 1 Stunde den Berg hoch um dort den „Wackelfelsen“ zu erreichen. Der Felsen lässt sich durch Menschenhand zwar zum Wackeln bringen, aber bisher hat es noch niemand geschafft, ihn herunter zu stoßen. Vielleicht ist Felix ja der Erste.

Wasserspaß – drinnen oder draußen?

Am Nachmittag ist erneut unsere Entscheidungsfreudigkeit gefragt. Fahren wir lieber in Sokchos Spaßbad oder genießen wir einen Aufenthalt am Strand? Dazu noch ein paar Infos von Reiseleiter-nim.

Seorak Waterpia – Spaßbad mit heißen Quellen

Hier gibt's ordentlich Wasseraction in Freizeitparkmanier. Für die aktiveren Wasserliebhaber unter uns steht dann Rafting, Body Sliding, ein Wellenbad – oder zur Abwechslung mal eine Runde Golf auf dem Plan. Erholung und Entspannung gibt's dann natürlich im Spa-Bereich, der auch heiße Quellen beherbergt.

Strandaufenthalt in Sokcho

Das Ganze geht natürlich auch im Freien und da bietet Sokcho auch genau das Richtige. Der feine, weiße Sandstrand mit den Kiefernbäumen im Hintergrund und das klare Meerwasser bieten uns eine wunderschöne Landschaft zum Schwimmen und Sonnenbaden.

12. Tag: Wildwasser-Rafting

Rafting-Kurs

Heute fahren wir nach Inje zum Wildwasser-Rafting. Nicole macht sich Sorgen um ihre Haare, aber die werden halt mal etwas nass. Hauptsache man hat Spaß dabei. Nach einer kleinen Einführung durch den Ausbilder geht es erst einmal in ruhige Gewässer, um ein wenig zu üben. Nicole hat ihre Haare inzwischen vergessen und nachdem wir alle genug Übung haben, sind wir bereit für den wilden Fluss. Da ist Spaß garantiert!

Hongdae Club Day – 21 Clubs an einem Abend

Die Helden vom reißenden Fluss kehren heim nach Seoul. Der Sieg gegen den Fluss muss gefeiert werden und deshalb geht es abends wieder nach Hongdae, um dort die Clubs abzuchecken. Am letzten Freitag im Monat ist es möglich mit nur einem Ticket Zugang zu 21 Clubs zu erhalten und es gibt sogar noch ein Getränk gratis oben drauf! Also, dann lasst uns die Nacht entdecken! Essenstände und Supermärkte warten auf uns falls wir Hunger haben, denn die Geschäfte haben in Korea die ganze Nacht geöffnet.

13. Tag: Taekwondo – Kurs

Taekwondo Kurs

Heute wird es wieder sportlich mit Taekwondo, der koreanischen Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Taekwondo bedeutet wörtlich „Der Weg von Fuß und Hand“, zumeist dominieren jedoch die Fußtechniken. Durch den vielseitigen Einsatz jedes Körperteils, soll jedoch vor allem die Persönlichkeitsentfaltung gefördert werden.

Also dann nutzen wir doch gleich die Möglichkeit, diese ursprünglich koreanische Kampfsportart direkt von den Profis zu lernen. Taekwondo hat eine lange Tradition in Korea und es gibt viele Menschen, die diesen Sport bereits seit ihrer Kindheit ausüben. Nach eurem Training könnt ihr euch noch eine Performance von Profis anschauen, für die es ein Leichtes ist, auch Bretter in der Luft zu zerschlagen.

K-Pop-Konzert oder Kampfsport-Musical „Jump“

Sofern es im Zeitraum unserer Reise ein K-Pop-Konzert gibt, werden wir dieses natürlich besuchen. Da diese Events jedoch erst sehr spät bekannt gegeben werden, können wir einen Besuch nur kurzfristig planen.
Falls es doch kein K-Pop-Konzert geben sollte, werden wir uns das Kampfsport-Musical „Jump“ ansehen. Dieses Comedy-Musical feierte 2005 und 2006 Erfolge beim Edinburgh Fringe Festival und ging daraufhin weltweit auf Tour. Die Story dreht sich um eine Familie von Kampfsportspezialisten, die ihr Haus vor Einbrechern beschützen müssen. Neben Taekwondo werden hier verschiedene koreanische Kampfsportarten vorgeführt. So auch Taekkyeon, das von den Kämpfern meist in traditioneller Kleidung, wie ein Tanz aufgeführt wird.

14. Tag: KOFIC Namyangju Studios

Gerade Korea ist im Bereich Kino längst weltweit bekannt und auch Felix hat wohl eine ganze Sammlung koreanischer Filme zu Hause. In den KOFIC Namyangju Studios warten heute Outdoor Filmsets, ein Indoor Studio und sogar ein Kino auf uns. Hier wurden berühmte Filme wie Joint Security Area, Chihwaseon und Brotherhood gedreht. Die Filmsets wurden nicht abgebaut und wir werden sie uns im Original anschauen.
Das ist echt abgefahren – die drehen hier schon seit dem 19. Jh. Filme. Das Museum ist in verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Themen aufgeteilt. Es gibt beispielsweise das Thema Soundeffects oder Specialeffects. Erfahrt hier interaktiv, wie diese auch ohne CD erzeugt werden!

Fahrradtour durch Seoul

Marktangebot Südkorea

Vom Rücken eines Drahtesels sieht so eine Hightech-Stadt wie Seoul noch mal ganz anders aus. Auf dem Fahrrad fahren wir den Han-Fluss entlang. Hier gibt es auch mal einen Eindruck von dem Seoul abseits der Supermetropole, die weit mehr zu bieten hat als man auf den ersten Blick sieht. Wir staunen über die Natur Seouls und entdecken versteckte Orte. Nur Felix hat natürlich wieder Hunger.

Freizeit in Seoul

Für den Abend hat uns Reiseleiter-nim ein Noraebang empfohlen. Felix weiß sofort Bescheid und fängt an zu singen. Wir schauen alle etwas erstaunt über Felix' Stimme. Aber klar doch, das wird lustig! Ein Noraebang ist ein koreanisches Karaoke-Zimmer. In gemütlicher Runde und mit etwas zu trinken genießen wir hier die Stars der Zukunft - Felix und Nicole im Duett. Auf dem Rückweg schauen wir uns noch kurz ein PC-Bang an. In den berühmten Spielhallen sitzen junge Koreaner in Ihrer Freizeit und vergnügen sich an allerlei Spielautomaten und Videospielen. Das war ein super Abschluss!

15. Tag: Willkommen auf Jeju!

Die Insel Jeju

Der Abend gestern war ein echter Kracher! Felix hat heute ein kleines Problem mit der Stimme und auch Nicole spricht etwas leiser als sonst. Nach einem kurzen Flug kommen wir auf der größten Ferien- und Badeinsel Koreas - Jeju - an, die wegen des milden Klimas und ihrer landschaftlichen Schönheit sehr beliebt ist. Unter Koreanern wird Jeju auch als Hawaii Koreas bezeichnet. Kein Wunder, denn es grünt und blüht an jedem Fleck der Insel und so ein Klima hätte man am liebsten das ganze Jahr über. Mit Sicherheit kann man hier auf Jeju auch so manches Abenteuer erleben, aber das sollten wir dann vielleicht auf später verschieben. Zuerst bringen wir mal das Gepäck ins Hotel und dann geht es ab zum Strand. Jeju ist schließlich berühmt für seine Strände, die wir heute gleich testen werden.

16. Tag: Der Botanische Garten Yeomiji

Der Botanische Garten Yeomiji

So schön der Strand auch ist, gibt es hier doch noch einiges mehr zu entdecken. Die Insel Jeju wurde immerhin zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Felix schwärmt schon die ganze Reise über von Vulkankratern, Höhlen und malerischen Steilküsten, dann schauen wir sie uns doch mal an.

Wir starten mit dem botanischen Garten Yeomiji. Der verfügt allein schon über 2000 verschiedene seltene Pflanzen in seinem riesigen Gewächshaus. Darunter befinden sich Wasserpflanzen, tropische Fruchtbäume, Kakteen und viele weitere Pflanzenarten, die das Auge erfreuen.

Durch den Wald zum Wasserfall

Nur einen kurzen Spaziergang durch den Wald entfernt, liegt der Cheonjiyeon Wasserfall. Da haben schon gewaltige Naturkräfte gewirkt als die vulkanischen Felsen entstanden, die der Wasserfall heute 22 Meter in die Tiefe rauscht. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel, das man von einem der Felsen sogar ziemlich nah vor die Kamera bekommt.

Säulen aus Lava

In Jungmun finden wir noch ein nationales Naturdenkmal der Insel, die Jusangjeolli-Säulen. Die gewaltigen Basaltsäulen entstanden aus der Lava des Vulkans Hallasan, der sich in der Mitte der Insel Jeju befindet. Die Lava floss damals in das Meer von Jungmun, kühlte sehr langsam ab und bildete dabei die gewaltigen Säulen.

Salzig und süß zugleich – Seossokkak

In der Buch Seogwipo

Zur Krönung des Tages besuchen wir die Flussmündung Seossokkak. Dort trifft das Süßwasser des Flusses Hyodonchon auf Meereswasser der Bucht von Seogwipo. Der klare Flusslauf, mit seiner außergewöhnlich schönen Wasserfarbe, hat hier eine wirklich märchenhafte Landschaft in das Vulkangestein hinein gearbeitet. Einfach traumhaft.

17. Tag: Das „Schatzkästchen der Flora“

Nicole schaut Reiseleiter-nim fragend an. Pflanzen und Tiere in einem Vulkan? Ja natürlich, so ein Krater bietet schließlich fruchtbaren Boden und eine traumhafte Naturlandschaft. Da wittert Nicole auch schon den passenden Hintergrund für das nächste Foto.

Sangumburi-Krater

Am Sangumburi Krater

Auf der Insel Jeju gibt es eine ganze Reihe von Vulkankratern, der eine mehr, der andere weniger aktiv, manche auch bereits erloschen. Einer der drei größten Krater der Insel ist der Sangumburi. Hier rund um den Krater gedeihen 420 verschiedene, teilweise auch bedrohte oder endemische Arten von Pflanzen. Botaniker nennen den Sangumburi auch das „Schatzkästchen der Flora.“ Für uns ist es eine der atemberaubendsten Landschaften unserer Reise.

Manjanggul Lavahöhle

Wie ganze Häuser oder Festungen stehen, hängen oder liegen die ausgekühlten Lavareste in der Manjanggul-Lavahöhle, die mit ihren 13,4 km die längste Lavahöhle der Welt ist. Welche Urgewalten hier einst wirkten, kann man hier noch erahnen. Seit vulkanische Aktivität in den Höhlen nachgelassen hat, herrscht im Inneren eine konstante Temperaturspanne im Bereich von 11 - 21 °C. Damit konnte sich eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren in der Manjanggul-Höhle ansiedeln.

Seongsan-Ilchulbong – UNESCO Welterbe

In einem kleinen Dorf am östlichen Ende der Insel befindet sich der Seongsan-Ilchulbong-Krater. Er ist einer der 360 Krater, die auf der Insel verstreut sind. Der Aufstieg auf dem engen, recht steilen Pfad wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt, denn der Vulkan hat aufgrund seiner Entstehung, durch eine vulkanische Explosion eine besondere Form. Wie ein riesiger grün bewachsener Teller liegt der Seongsan-Ilchulbong-Krater an der Ostküste der Insel Jeju. Wegen seiner landschaftlichen Schönheit und der besonderen Flora und Fauna wurde er von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Seongeup Folk Village

Dolharubang Steinfiguren

Die letzte Station an diesem Tag ist das Seongeup Volkskundedorf. Hier haben die Koreaner mal die Zeit angehalten, damit wir uns anschauen können, wie man in Korea vor der Industrialisierung gelebt hat. Von traditionellen Steinhäusern mit Strohdach, konfuzianischen Schreinen und Schulen, historischen Regierungsgebäuden, über die großen Mühlensteine gezogen von Pferden oder Ochsen bis hin zu Festungsruinen und Steinmonumente, ist hier die gesamte Ortschaft noch erhalten wie im Mittelalter. Immer wieder grüßen uns von den Wegrändern etwa menschengroße Steinfiguren. Die „Dolharubang“ oder zu Deutsch „Steinopas“, sind eines der Wahrzeichen Jejus und vielerorts anzutreffen.

18. Tag: U-Bootfahrt in Seogwipo

Bunte Korallenriffe

Felix hat zwar bisher so ziemlich alles mitgemacht, aber eine U-Bootfahrt ist scheinbar auch für ihn etwas Neues. Wir werden heute mal einen Blick unter die Wasseroberfläche werfen.
Kaum sind wir an Bord analysiert Felix schon die koreanischen Hinweisschilder. Sicherheit wird hier großgeschrieben und nach ein paar Minuten gibt's auch schon die Korallenriffe von Munseom mit bunten Fischschwärmen zu sehen.

Mandarinen – Wahrzeichen Jejus

Mandarinen auf Jeju sind besonders lecker und haben einen erfrischenden Duft und Geschmack. Außerdem heißt es, dass diese hier die Gesundheit fördern. Deshalb darf ein Besuch auf einer Mandarinenfarm bei unserem Aufenthalt auf Jeju natürlich auch nicht fehlen. Die sind echt lecker, da sind wir uns alle einig.

Wandern auf einem Olle-Pfad

Die zahlreichen Olle-Pfade in Jeju führen vorbei an unberührter Natur und verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Auch wenn es ein wenig so klingt, die Pfade sind nicht unbedingt alt. Es sind vielmehr verschiedene Wanderwege, die inzwischen zu einem ganzen Netz von Wanderouten verbunden sind. Mit ein paar Mandarinen und Reiseleiter-nim voran, werden wir heute einen Teil der Route 5 von Namwon Port nach Soesokkak entlang wandern. Dieser Weg führt uns noch einmal an einem der schönsten Küstenstriche Jejus entlang.

19. Tag: Noch einmal alles bitte!

koreanisches Festmenü

Ja, so ist das auch im Restaurant. Wenn doch alles so lecker war, dann möchte man eigentlich gern noch einmal das gesamte Menü. Wir nehmen uns heute noch einmal Zeit für eigene Entdeckungstouren auf der Paradiesinsel Jeju. Dann kann jeder bei einem erneuten Versuch das Foto schießen, das beim letzten Mal verwackelt war oder in das Café gehen, das am Morgen noch geschlossen war. Felix hat dann noch etwas Zeit sich an den Dialekt in Jeju zu gewöhnen und Nicole bekommt mit etwas Glück auch noch ihren Hanbok, bevor es am Nachmittag zurück nach Seoul geht. Wer möchte kann auch am Strand faulenzen, bis wir zum Flughafen aufbrechen.

20. Tag: Zwei Gesichter Koreas

Zwei Koreaner im traditionellen Hanbok

Reiseleiter-nim und Felix sind beim Frühstück in ein reges Gespräch über die Beziehung von Nord- und Südkorea vertieft. Felix findet es sehr interessant, dass es in Nordkorea für einige Dinge ein anderes Wort gibt, als in Südkorea. Ja, auch durch die Sprache der Koreaner ist eine Grenze gezogen.

Wir schauen uns heute aber die echte Grenze am 38. Breitengrad an. Mit dem Bus geht es los ins Grenzgebiet in Richtung Panmunjeom, dem Grenzposten, der auch Schauplatz des koreanischen Films „Joint Security Area“ ist. Hier besichtigen wir die Gebäude, in denen die Verhandlungen zwischen Nord- und Südkoreas stattfanden und man kann hier auch mal einen Blick über die Grenze nach Nordkorea werfen. Diese Grenze gilt zu Recht als die am stärksten gesicherte Grenze der Welt.

Am Abend besuchen wir noch einmal unser Lieblingslokal in Seoul und pilgern ein letztes Mal zum Noraebang. Auf den letzten Abend in Korea!

21. Tag: Rückflug nach Frankfurt

Heute heißt es leider Abschied nehmen. Vom Hotel aus fahren wir mit unserem Bus zum Incheon International Airport und steigen dort in unseren Flieger, der uns wieder zurück nach Frankfurt bringt.